VfB Forchheim 1861 e.V.

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13.03.2010
Landesliga Nord
 
In der Landesliga Nord hat der VfB Forchheim mit dem 31:29 (15:12)-Sieg über den HSC Coburg II die letzte Möglichkeit genutzt und einen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Nach einer 23:16-Führung und drei Zeitstrafen wurde es noch einmal eng (28:27).

VfB Forchheim – HSC Coburg II 31:29

Ein Sieg über den ASV Cham im zweiten Heimspiel in Folge könnte die Lage des VfB in der Handball-Landesliga Nord um einiges verbessern. Beim Sieg über Coburg II hatte es sich die Sieben von VfB-Trainer Elmar Ehrich größtenteils selbst zuzuschreiben, dass gegen solide, aber keinesfalls überragende Coburger die Partie am Ende noch einmal eng wurde.

Der Grund: Im Angriff fehlten die Ideen und der Druck, dazu kam eine schlechte Chancenauswertung. Die Partie lebte vom Kampf und Einzelaktionen. Angesichts des Drucks, der auf dem VfB lastet, war es auch nicht verwunderlich, dass das spielerisch Niveau zu kurz kam. Zudem leisteten sich beide Mannschaften viele einfache Fehler.

Die Hausherren legten hoch motiviert eine 2:0-Führung vor. Schwache Abschlüsse nutzten die Gäste zu drei Gegenstoßtoren zum 2:3. Dies war die einzige Coburger Führung im gesamten Spielverlauf. Der HSC hatte allerdings in dieser Phase Pech und scheiterte mit einem Siebenmeter am überragenden VfB-Torwart Michael Schmitt.

Ab dem 5:5 (12.) nahm die Ehrich-Truppe das Ruder in die Hand. In der Folgezeit zeigte sich, dass die HSC-Abwehr um den kräftigen Stefan Schuhmann nicht sattelfest war. Immer wieder setzten sich die VfB-Akteure Benjamin Krämer, Franz Gärtner und Tobias Hallmann mit starken Einzelaktionen durch und gingen folgerichtig mit einem Drei-Tore-Vorsprung (15:12) in die Pause. Vor allem Markus Blatt, der auf der Mittelposition geschickt die Fäden zog, zeigte seine Klasse im Spiel Eins-gegen-eins mit drei Toren kurz vor dem Seitenwechsel.

Dieser Vorsprung war wichtig für den VfB und konnte im zweiten Abschnitt auf 20:15 (36.) und und 23:16 (42.) ausgebaut werden. Auffällig war, dass sich die Hausherren jedes Tor mühsam erkämpfen mussten. Die Coburger blieben durch Siebenmeter (10/7, zwei im Nachfassen) im Spiel, verwandelt von Stefan Schuhmann. Überhaupt gelang es der VfB-Abwehr, die gefürchteten Schuhmann (vier Feldtore) und Ferdinand Wagner (2) aus dem Spiel zu nehmen.

Als bei den Hausherren gleich drei Spieler nacheinander auf die Strafbank geschickt wurden, verkürzten die Gäste auf 25:24. Die Partie stand plötzlich auf der Kippe. Franz Gärtner und Thomas Ihrke per Siebenmeter sorgten erneut für eine Drei-Tore-Führung (27:24/53.). Jetzt erwachte noch einmal der Kampfgeist der Coburger, die beim 28:27 (56.) und 29:28 (57.) wieder auf Schlagdistanz waren. Als sich dann ein HSC-Verantwortlicher wegen Meckerns eine Zeitstrafe (57.) einhandelte, wurde ein Feldspieler auf die Bank geschickt. Benedict Wackersreuther und erneut Thomas Ihrke per Strafwurf beruhigten die VfB-Nerven, sie machten den Sack zum 31:29-Sieg des VfB zu.

Forchheim hat mit dem Pflichtsieg einen kleinen Schritt in Richtung Klassenerhalt getan. Trainer Elmar Ehrich lobte vor allem den Kampfgeist seiner Truppe und das taktisch gute Verhalten: "Wir haben über weite Strecken die Partie bestimmt und verdient gewonnen. Dabei hatten wir auch das nötige Quäntchen Glück."

VfB Forchheim: Schmitt, Albrecht – Sitzmann 3, Gärtner 4, Kist, Gieck 2, Krämer 6, Wackersreuther 4, Kiesel, Hallmann 3, Ihrke 4/4, Yeni, Blatt 5
HSC Coburg II: Karapetjan – Günther 7, Metz 1, Göpfert 1, Jäckel, Franke, Mansare 1, Wagner 2, S. Schuhmann 11/7, Schramm 4, C. Schuhmann 2
Schiedsrichter: Pernet (Diepersdorf), Pernet (Roßtal)
Zuschauer: 140
Zeitstrafen: 6 /4
Siebenmeter: 4/4 / 10/7

he

siehe auch
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