VfB Forchheim 1861 e.V.

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11.10.2005
Bezirksoberliga Ostbayern Frauen, 2 Spieltag
Neulinge mit gegensätzlichen Trends

Wackersdorfs Damen verlieren – Erlangen siegt / „Im Bezirk läuft etwas schief“

Von Gerhard Winkler, Mittelbayerische Zeitung

Probleme in der BOL Fuß zu fassen haben die Damen des TV Wackersdorf. Das 11:24 bei der SG DJK/SC Regensburg war im dritten Spiel die dritte Niederlage. Beim Neulingskollegen HSG Erlangen/Niederlindach läuft's dagegen: 13:12 in Diepersdorf – im zweiten Auswärtsspiel der zweite Sieg.

VfB Forchheim – SV Buckenhofen 21:12 (11:6).
„Ich dachte, die würden uns wegräumen“, befürchtete VfB-Betreuer Robert Seeler nach dem 0:3-Auftakt. Doch mit umformierter Abwehr (von 6:0 auf 5:1) lief's besser. „Mit unserer Spielweise ist Buckenhofen gar nicht zurecht gekommen“, kommentierte Seeler den Umschwung (4:6, 11:6). Mit „erster“ und „zweiter Welle“ machte Forchheim den Gästen den Gar aus (13:7, 19:8, 21:12). „Eine echte Bereicherung ist Elena Ardanova“, lobte Seeler den universal einsetzbaren Neuzugang. Tore: Hagedorn 7, Ardanova 5, Voit 3, Weber 2, Wolf 2/2, Vesely, Radina – Mergner 4, Weitzenfelder, Glassel je 2, Schnell 2/2, Niedermeier, Bonengel.

TSV Röthenbach – TV Altdorf 23:15 (9:8).
„Gewisse spielerische Vorteile haben wir nicht nutzen können“, analysierte TSV-Coach Wolfgang Scharnowell die erste (4:1, 4:4, 8:4) Hälfte. „Den entscheidenden Pass haben wir als Fehlpass gespielt.“ Nach der Pause (15:8, 20:10) gab’s an der Chancenauswertung nichts mehr auszusetzen. Am eigenen Kreis hatte Röthenbach den Gast im Griff. „Altdorf ist ein guter Gegner, wenn man sie spielen lässt“, begründete Scharnowell die durchgängige kurze Deckung gegen TV-Torjägerin Monika Pohl. Tore: Odörfer 11/8, Winter, Gottschalk je 4, Riedlberger, Kraus je 2, Kohl – M. Pohl 6/4, Vetter, Reitelshöfer, G. Pohl je 2, Rosen 2/2, Dauer.

SpVgg Diepersdorf – HSG Erlangen/Niederlindach 12:13 (5:6).
„Schon wieder kein Schiedsrichter“, schimpfte HSG-Coach Thomas Marenbach zu Recht. „Irgendwie läuft da was im Bezirk schief.“ Marenbach berichtete von einem „typischen Spiel, das in der Abwehr entschieden worden ist – das glücklichere Ende hatten wir.“ Nach enger erster Hälfte (1:3, 4:3, 5:6) machte Erlangen es nochmals spannend (5:7, 9:12, 12:12). Bei 6:4-Überzahl gelang 30 Sekunden vor Ende per Strafwurf der Siegtreffer. Tore: Ponath 4, Axmann 4/1, Schneider, Fahsl je 2 – Kuschert 7/4, Bost, Gumbrecht je 2, Zehnagel, Rützer.

SG DJK/SC Regensburg – TV Wackersdorf 24:11 (18:4).
„Die Mannschaft hat den schnellen Handball gespielt, den ich erwarte und den wir auch trainiert haben“, freute sich SG-Trainer Matthias Steinert. Gut weggesteckt hat Regensburg „Spiel eins“ ohne Regisseur Ines Galinowski (Kreuzbandriss). Am eigenen Kreis „waren wir sehr aggressiv und haben Wackersdorf den Schneid abgekauft“, begründete Steinert die Trefferflut in der ersten Halbzeit. Die Gäste kamen da zu keinem Feldtor und kamen erst zum Zug, als Steinert nach der Pause „den kompletten Kader einsetzte und viel ausprobiert“ hat. Tore: Schober 6, Ottenbreit 6/6, Brenner 4/2, Rank 3, Rößler, Emperhoff je 2, Schaffelhuber – Grasser 4/4, Nirschl 2/2, Dressler, Neidl, Simbeck, Süß, Gerlach.