VfB Forchheim 1861 e.V.

Archiv

22.11.2005
Bezirksoberliga Ostbayern Frauen, 6. Spieltag
Pyrbaum und Röthenbach gewinnen die Hits

TV Wackersdorf eine Halbzeit zu harmlos

Von Gerhard Winkler, Mittelbayerische Zeitung

Die Damen der HSG Pyrbaum/Seligenporten (18:11 gegen SG DJK/SC Regensburg) und des TSV Röthenbach (20:18 in Forchheim) waren die Gewinner in den beiden Spitzenspielen der BOL. In der Abstiegsregion kassierte Neuling TV Wackersdorf in Buckenhofen mit 12:20 die sechste Saisonniederlage.

VfB Forchheim – TSV Röthenbach 18:20 (9:8).
Ohne Spielmacherin Stefanie Radina verschlief der VfB zweimal (1:3, 9:12) den Auftakt. Forchheims 6:0-Abwehr stand jedoch gut, so dass die Rückstande vor (6:3, 8:5, 9:8) und nach der Pause (13:13, 15:14) egalisiert wurden. In der Schlussviertelstunde „haben wir dann aber einfachste Dinge falsch gemacht“, rügte VfB-Trainer Georg Weymann. „Das Übergeben und Übernehmen hat nicht funktioniert!“ Die Folge: „Röthenbach ist dann durch unsere Abwehr durchspaziert“, jammerte Weymann – der TSV enteilte auf 16:18 und 17:20. Tore: Ardanova 7/3, Rascher 3, D. Voit, Hagedorn je 2, L. Vesely 2/1, I. Wolf 2/2 – Riedlberger 6/2, Weiss 3, Perner, Geisler, Odörfer, Gottschalk je 2, Pasalic, Kraus, Kohl.

HSG Pyrbaum/Seligenporten – SG DJK/SC Regensburg 18:11 (10:6).
„Wir haben es endlich mal geschafft, sechzig Minuten in Angriff und Abwehr eine gute und konzentrierte Leistung abzuliefern“, freute sich das HSG-Trainerduo Helga Müller/Ilona Hopf unisono. „Der Sieg ist das Ergebnis einer sehr starken und geschlossenen Mannschaftsleistung.“ Beeindruckend war bei Pyrbaum „der Wille zum Sieg – der war bei uns von Beginn an deutlich zu spüren“, betonte Müller. Beispiel: Drei Strafwürfe wurden abgewehrt, der Nachwurf saß aber dann. Überzeugend war die HSG im Positionsspiel, als man die offensive Außen-Abwehr der Gäste aushebelte: Über Einlauf- und Kreuzbewegungen wurden die Außen ins Angriffsspiel eingebunden. Tore: C. Götz, Ammersdörfer, Kätzl, Schlierf je 3 Schmidt 3/1, Härtl, Simeth, Pfeifer – Rank 4, Ottenbreit 4/4, Rößler 2, Magerl.

HSG Erlangen/Niederlindach – TV Altdorf 19:15 (12:9).
„Wir haben von unserer Torfrau gelebt“, erklärte HSG-Coach Thomas Marenbach („jetzt haben wir einen beruhigenden Abstand zum Tabellenende“) Simone Mantel zur Matchwinnerin. Kein Wunder, die entschärfte u. a. sieben (!) Strafwürfe (2:3, 6:3, 9:5, 10:8). Tragische Figur bei Altdorf war Gabi Pohl: Die profitierte von der „obligatorischen kurzen Deckung“ (Marenbach) gegen ihre Schwester Monika. „Sie war bei eins gegen eins nicht in den Griff zu bekommen“, berichtete Marenbach. Gabi Pohl erzielte sieben Feldtore und „riss“ zahlreiche Strafwürfe – umsonst angesichts der miserablen Ausbeute (16:10, 18:12, 19:13). Tore: Kuschert 8/3, Zenkl, Post je 3, Willert 3/1, Gumbrecht 2 – G. Pohl 7/1, M. Pohl 4/2, Vetter, Gahlert, Reitelshöfer, Gebhardt 1/1.

SV Buckenhofen – TV Wackersdorf 20:12 (12:4).
„Das war eine klare Angelegenheit! Unsere Abwehr ist gestanden – Wackersdorf war zu harmlos“, kommentierte SV-Übungsleiter Siegbert Bauer den zweiten Saisonsieg. Während Buckenhofen zur Pause die Zähler eingesackt hatte (6:0, 10:2, 12:4), gab der Aufsteiger doch ein Lebenszeichen von sich und kam bis auf 14:10 heran. „Da hat Wackersdorf gezeigt, warum es Diepersdorf geschlagen hat“, stellte Bauer fest. Tore: Glassl 6, Weitzenfelder, Mergner, Glöckl, Schnell je 3, Messingschlager, Bonengel – Grasser 5/2, Gerlach 3, Neidl 2, Drechsler, Simbeck.