VfB Forchheim 1861 e.V.

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24.01.2006
Bezirksoberliga Ostbayern Frauen, 11. Spieltag
Beim HC Weiden hat es geschnackselt

BOL-Handballdamen feiern vierten Sieg in Folge

Von Gerhard Winkler, Mittelbayerische Zeitung

Führungswechsel in der BOL der Damen: Der TSV Röthenbach (14:12 in Altdorf) überflügelte die spielfreie SG DJK/SC Regensburg. Mit Siebenmeilen-Stiefeln nähert sich der HC Weiden (19:14 gegen HSG Pyrbaum) ruhigen Tabellenregionen.

SV Buckenhofen – VfB Forchheim 16:17 (7:7).
Nach dem geglückten Auftakt (3:1, 5:2) ließ sich der SV von der Gästedefensive den Schneid abkaufen. Die Folge: Der drucklose Rückraum produzierte etliche Fehlpässe (5:7, 7:7). In der zweiten Hälfte zog Buckenhofen binnen zehn Minuten auf 13:8 davon, ehe man einen erneuten Einbruch erlitt: Die technischen Fehler häuften sich, zwei Strafwürfe wurden vergeben, aus unbedrängter Position landete der Ball beim Gegner (13:14, 15:17). Tore: Niedermeier 5/1, Mergner, Bonengel je 3, Glöckl 2/1, Buschner, Glassl, Schnell 1/1 – Ardanova 4/1, Rascher 3, L. Vesely, I. Wolf je 3/2, D. Voit 2, Hagedorn, Radina.

TV Altdorf – TSV Röthenbach 12:14 (5:7).
„Da wäre mehr drin gewesen, wenn wir unsere Chancen besser genutzt hätten", resümierte TV-Rückraumspielerin Agnes Vetter nach der fünften Pleite in Folge, denn: Von einem gravierenden Unterschied in der Tabelle war auf dem Spielfeld nichts zu sehen. Der Spitzenreiter war zu Beginn (0:3, 1:5) abgezockter vor dem Tor, während die Einheimischen Mitte der ersten Halbzeit ((3:5; 4:6; 5:7) immer besser im Positionsspiel in Schwung kamen. „Röthenbach spielte seine Erfahrung aus“, urteilte Vetter über das vergebliche Hinterlaufen des knappen Rückstandes (6:7; 9:10). Tore: M. Pohl 6/3, Vetter 3, G. Pohl 2/1, Gahlert – Odörfer 7/4, Riedlberger 3, Geisler 1/1, Winter, Kraus, Kohl.

HC Weiden – HSG Pyrbaum/Seligenporten 19:14 (7:8).
„Wir hören nicht mehr auf zu Siegen“, jubelte HC-Pressesprecher Thomas Eichinger über den vierten Erfolg am Stück und lieferte die Begründung: „Jetzt setzt die Mannschaft langsam um, was der Trainer vorgibt.“ In dem anfangs zerfahrenen Spiel sah es bei 0:2 (13.) gar nicht so aus. „Mit dem Anschlusstreffer hat es plötzlich geschnackselt“, berichtete Eichinger von „konzentriert und druckvoll vorgetragenen Angriffen.“ Trotz kurzer Deckung nach der Pause (14:9, 16:10. 17:12) gegen Spielmacherin Silke Brünsch sah Eichinger ein „traumhaftes Kombinationsspiel – so etwas habe ich diese Saison noch nicht erlebt.“ Tore: Häring 8/7, Brünsch 4/1, Reber, Lux je 2, Grünwald, Zupfer, Marx – V. Kätzl 4/1, Götz 4/2, Schmidt 2, Pfeifer 2/1, Härtl, Nummer.

HSG Erlangen/Niederlindach – SpVgg Diepersdorf 9:9 (5:5).
„Das war eine Zumutung für die Zuschauer – die wurden vor eine große Geduldsprobe gestellt“, resümierte HSG-Übungsleiter Thomas Marenbach ironisch die extrem torarme Partie. „Diepersdorf hatte bestimmt achtzig Prozent den Ballbesitz“, so Marenbach. „Deshalb sind wir nicht so in Schwung gekommen und haben zu schnell den Abschluss gesucht.“ Marenbachs Erkenntnis: „Wenn man die Dinger nicht selber macht, kommen die auch nicht unter Druck.“ Trotzdem lag Erlangen 9:6 vorne – und musste am Ende in Unterzahl froh sein, dass es zum Remis, das schon in der 56. Minute feststand, gereicht hat. Die Gäste vergaben nämlich auch noch drei Strafwürfe. Tore: Post 3, Willert 3/1, Kuschert 2/1, Peters – Axmann 4/1, Lang 2, Schneider 2/1, Ponath.