VfB Forchheim 1861 e.V.

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14.02.2006
Bezirksoberliga Ostbayern Frauen, 14. Spieltag
Laola bei Röthenbach, Tränen bei der SG DJK/SC

Gipfel geht mit 25:21 an die TSV-Damen / VfB Forchheim zerlegt HC Weiden

Von Gerhard Winkler, Mittelbayerische Zeitung

Der 14. Spieltag brachte im Titelrennen eine Vorentscheidung: Im Topspiel gewann der TSV Röthenbach 25:21 bei Verfolger SG DJK/SC Regensburg und hat nun drei Zähler Vorsprung. Nur noch ein Wunder kann Neuling TV Wackersdorf (11:14-Pleite in Erlangen) vor dem Abstieg bewahren.

VfB Forchheim – HC Weiden 23:12 (9:4).
„Nach dem knappen 9:8 im Hinspiel hatten wir uns das Spiel schwerer vorgestellt“, bilanzierte VfB-Betreuer Robert Seeler und skizzierte: „Aus einer sicheren Abwehr heraus haben wir Weiden mit unserer ersten und zweiten Welle überrannt.“ Im Gegensatz zum Spiel im November „hat Weiden oft zu früh abgeschlossen“, befand Seeler. „Die haben unter ihren Verhältnissen gespielt.“ Großzügig waren beide Teams am Siebenmeterpunkt: Forchheim vergab viermal, die Gäste dreimal. Tore: Rascher 6, Radina, Ardanova je 4, D. Voit, C. Fabry je 2, L. Vesely 2/1, I. Wolf 2/2, Weber – Höfer 3, Häring 3/3, Zupfer 2, Marx, Liebl, Kokas, Brünsch 1/1.

SpVgg Diepersdorf – TV Altdorf ausgefallen.
Die Serie, der eingeteilte Schiedsrichter erscheint nicht, hat Diepersdorf zum wiederholten Male in dieser Saison getroffen.

HSG Pyrbaum/Seligenporten – SV Buckenhofen 21:18 (14:12).
„Aufgrund unseres Kampfgeistes und Siegeswillen haben wir verdient gewonnen“, stellte HSG-Trainerin Helga Müller fest. Pyrbaum musste kurzfristig den Ausfall von drei Stammakteuren (Anja Schmidt, Silke Ammersdörfer und Nadine Pfeifer) wegstecken. „Im Angriff lief der Ball sehr flüssig – wir haben gut kombiniert“, lobte Müller, um dann zu monieren: „In der Abwehr waren wir viel zu passiv“. Nach der offenen ersten Hälfte (2:0, 3:3, 6:6, 9:9) lief es vorübergehend (17:12) im Abschnitt zwei (18:18, 21:18) besser. Tore: Kätzl 6/2, Härtl 4, Schlierf, Nummer je 3, Simeth, C. Götz je 2, V. Götz – Mergner 7, Niedermaier 3, Glöckl 3/1, Weitzenfelder 2/2, Schnell, Bonengel, Glassl.

SG DJK/SC Regensburg – TSV Röthenbach 21:25 (11:11).
Laola bei den Gästen, Tränen bei der SG – eine denkwürdige Auseinandersetzung, mit viel Emotionen nach der Schlusssirene, lieferten sich die beiden Topteams der BOL. „Es tut mir für die Mannschaft leid, die auf der Strecke bleibt – beide hätten den Landesliga-Aufstieg verdient“, urteilte TSV-Trainer Wolfgang Scharnowell und fügte an: „Das Spiel war auf verdammt hohem Niveau – spieltechnisch und taktisch.“ Die tolle Kulisse sah vor (0:3, 5:6, 7:8, 10:9) und nach der Pause (12:11, 13:12, 14:13) eine enge Auseinandersetzung. Bis Regensburg 16:14 (15.) in Front liegend beim Torabschluss Pech und Unvermögen zeigte: zwei Lattentreffer, zwei vergebene Strafwürfe und drei Würfe neben das Gehäuse rächten sich (18:20, 19:22, 20:25). Dagegen waren die Franken mit jedem Angriff erfolgreich. „Röthenbach ist eine routinierte Mannschaft“, resümierte SG-Coach Matthias Steinert („Das war ein total starkes Spiel“) und schob nach: „Die hatten die besseren Nerven. Bei uns merkt man, dass wir eine junge Mannschaft haben.“ Tore: Ottenbreit 9/4, Rank, Riedmüller je 3, Schaffelhuber, Magerl je 2, Schober, Emperhoff 1/1 – Odörfer 8/4, Riedlberger 6, Geisler 4, Winter, Pasalic je 2, Kraus, Kohl.

HSG Erlangen/Niederlindach – TV Wackersdorf 14:11 (6:7).
„Chancen en masse hüben und drüben – aber die meisten wurden vergeben“, befand HSG-Übungsleiter Thomas Marenbach und begründete die Nervosität: „Das Abstiegsgespenst ging bei beiden Mannschaften in den Köpfen um.“ Exemplarisch für das mangelhafte Wurfverhalten der beiden Aufsteiger: Je vier Strafwürfe verfehlten das Ziel. Im Rückraum musste Erlangen auf Torjägerin Tina Kuschert verzichten (0:2, 4.2, 6:4, 6:7). Kurz nach der Pause schied auch noch Maike Peters mit einer Platzwunde aus (10:8, 13:9), so dass die arg grippegeschwächte Kristin Post, hatte 25 (!) Torwürfe zu verzeichnen, die einzige Stammkraft war. Tore: Post 6/1, Zenkel 3, Gumbrecht 2, Januschek, Hartung, Willert 1/1 – Neidl 5/1, Gerlach 2, Grasser 2/1, Simbeck, Faber.